lundi 13 avril 2026

On Glory

A silvery dirt is wafting down
To garland skull with candy.
Come Friday, wait for Monday –
That’s soon enough for such a crown.

Eternal fame arrives too late:
Now cold as ice while burning
Now unconcerned while yearning
Yet always king, to compensate.

April 11, 2026

samedi 11 avril 2026

Wo ist dein Stachel, Hölle

Je sors de la ouate du sommeil, et quelque chose de désagréable se réveille avec moi. Ce serait certainement exagéré d’appeler ce quelque chose la dure réalité, et en tout cas, cela ne dure pas, c’est juste du domaine du réel et il me faut un petit moment pour que s’émoussent ses arêtes. C’est ça le réveil à proprement parler. Plongeant dans ma journée, la réalité se révèle bientôt aussi capitonnée et donc parée contre les chocs qu’un sommeil sans véritables rêves.

Was Kanten hat und Stachel, das
Hält kurz, und abgetötet geht
Es weiter, scheinbar aufersteht
Es: Höhle leer – als sei das was.

Soll das erlösen? Es gibt nicht
Die schiere Leere schon ein Licht.
Ist da ein Spalt, lässt er herein
Von außen, was nur Widerschein.

9. April 2026

vendredi 10 avril 2026

Le seul moyen d'entrer en communication avec l’auteur est le formulaire « Me contacter », accessible dans « Profil » en bas à droite.

jeudi 9 avril 2026

Et dona ferentes

        Duett vom üblichen Scharfsinn

„Einer freut sich, keiner leidet:
Eingeweide ausgeweidet
Und dafür auch noch beneidet –
Wo des Wildes Wunde klafft
Weist des Waidmanns Meisterschaft
Auf des Weisen Willenskraft.
    Doch warum zuvor noch schießen
    Ist das nicht genug Genießen?“

„Mag das hassen oder mögen
Muss den Bock doch erst erlegen
Brauche dafür Gottes Segen –
Krieg ich ohne Flinte nicht
Weil Er nie zu viel verspricht
(Abgesehn vom Weltgericht...)
    Was du siehst, ist bloß Ergebnis;
    Es entging dir das Erlebnis!“

„Sah dich tief das Messer senken
Den Gehilfen zu beschenken:
Hundes Stirn vom dunklen Denken
Schwer in Falten auch gelegt;
Sah das Blut, das euch erregt
Mienen harrend unbewegt.
    Sagte mir, an solchem Wesen
    Ist die Welt schon längst genesen.“

„Hab Vertraun in höhere Mächte:
Meist tut einer dann das Rechte
Tat er erst einmal das Schlechte.
Sogar Jesus, wohlbedacht
Hätt es zu nicht viel gebracht
Ohne Judas in der Nacht.
    Sollst auch Todesküsse achten –
    Ist kein Schlemmen vor dem Schlachten.“

Beide zusammen:

„Ewig, ewig unverzeihlich
Sterbenseklig, wild abscheulich
Ist nur, was ansonsten heilig.
Treue ist ein trefflich Ding:
Finger her, du Widerling!
Passt er, der Hubertusring?
    In das schräge Horn denn blase:
    Gute Nacht euch, Fuchs und Hase!“

3. April 2026

samedi 4 avril 2026

Von Freude, Freunden und Fremdem

i.

Wer so viel erlebt
Zieht keinerlei Nutzen daraus.
Muss das Erlebte beschränkt sein
Um daraus zu lernen?
So scheint es.
Nur das Seltene beeindruckt –
Und daran fehlt’s.

Doch muss Nutzen sein?
Ist Verschwenden nicht sinnvoller
Ist es nicht angemessener dem Leben?


ii.

Wäre er langsamer, könnte er reden
So aber stürzt es heraus
Und wie ein Gebirgsbach hinunter –
Jeder springt zur Seite und
Keiner versteht’s.

Einer versteht’s, doch der ist genauso:
Springt nicht zu Seite und
Lässt sich mitreißen.
Was hat er dann noch groß an eigenem Leben?

Nichtverstehen ist einfacher;
Nur die Hälfte verstehen das Beste
Denn das Andere kommt dann von dir selbst.


iii.

Fremd ist, was hängen bleibt.
Welch ein Widerspruch!
Wär es nicht fremd
Könnte man nicht von Kleben reden –
Was nur haftet, gehört nicht dazu.

So aber nimmst du es mit
Es bleibt bei dir
Und bleibt weiterhin fremd.
Mehr kann man nicht erwarten.


28. März 2026