Je viens de virer un T-shirt. Il avait fini en lambeaux, mais c’était un morceau de ma jeunesse. Je l’avais depuis des décennies. Je l’ai remplacé par un autre vieil ami qui, lui, n’est qu’un tantinet troué dans le dos. Il est encore plus ancien que l’autre, je l’ai au moins depuis la première élection de Mitterrand, je pense, mais des amis de cette trempe-là, on n’en trouve plus. Sur une photo ça ne se voit pas ; c’est pourquoi je vous dis leur âge. Depuis très longtemps je ne les portais plus à l’extérieur – ils m’auraient fait un peu honte puisque les gens ne comprennent rien – mais je passais mes nuits avec. C’est ce qu’on fait lorsqu’on a de très vieux amis et qu’on est du genre fidèle. Leur lente clochardisation, fort commune dans la branche, on ne s’en rend compte qu’au moment où ils sont presque partis d’eux-mêmes.
1. A Nuisance in Decay
Besucht man uralte Freunde zur falschen Jahreszeit, muss man auf eines gefasst sein: Sie heizen das Gästezimmer nicht. Speis und Trank bekommt man üppig zugeteilt, man braucht gar keinen Bezugsschein, und vielleicht wird einem sogar ein von ihnen selbst verfertigtes Kunstwerk überreicht, doch damit hat es sich. Freundschaft ist eine Sache, die Heizung speziell für den Freund anzuwerfen eine andere. Der wahre Freund sagt sich, sein Besucher sei ja bekanntlich ein harter Brocken, ein klein wenig Ungemach ertrüge er schon. Sein Zimmer dürfe also gerne sehr kalt sein, im Gegensatz zum Schlafraum des leider etwas empfindlich gewordenen Gastgebers. Freundschaft wärmt schließlich zuerst die Herzen, da hält der Körper auch etwas Frost aus. Es ist viel angenehmer, sich bei Freunden eine laufende Nase samt Halsweh zu holen, als bei feigen Feinden in trügerische Behaglichkeit gelullt zu werden, denn es ist quasi das Geheimnis der Freundschaft, dass man von seinen ältesten Freunden immer sehr überschätzt wird – nicht nur, was Genius oder Seelenstärke, sondern auch, was des Leibes Widerstandsfähigkeit angeht. Sie erinnern sich gerührt an die heroischen Jugendtage, halten einen in ihrem Überschwang nach wie vor für einen Halbgott und können sich gar nicht vorstellen, dass auch der nicht mehr winterhart sein könnte.
But was it me when life was new?
I wish I knew.
Staying a hero for our friends has got
Its downside either way:
I am inclined to say
That heroism is a one-shot plot.
Can’t tell sweet youth: return and stay –
Too old to change. A lot
Of lukewarm was once hot;
We can but cherish garish yesterday.
But where was life when it broke out?
Elsewhere, no doubt.
2. Politique de la chaise vide
Lebende begräbt man zwar nicht, und man sitzt auch nicht für sie Schiwe, doch hat das Leben, oder die „Meinung“, einen auseinandergetrieben und kommt es dazu, dass man von uralten Freunden nicht mehr eingeladen wird, steht bei denen ein leerer Stuhl am Tisch und ein leerer Teller auf ihm. Das ist etwas anderes, als wenn da kein Stuhl stünde, und auch kein Teller. Für den Uneingeladenen macht es keinen Unterschied, und auch der uralte Freund sieht den leeren Stuhl nicht mehr, es hat sich womöglich sogar ein neuer Freund auf ihn gesetzt und futtert von unserem Teller, aber auch das ändert nichts daran, dass da doch unser Stuhl und unser Teller stehen, und nicht etwa nichts. Dass nicht mehr auf einen gewartet wird, rächt sich von selbst: mit dem Verdorren ohne den alten Streit.
L’ami Élie était si grand prophète
Qu’incessamment on attend son retour.
En fait, on le craint plus qu’on le souhaite ;
Élie, pas con, fait alors demi-tour.
Celui que tu attends depuis des lustres
Est beaucoup moins idiot qu’il ne paraît ;
Toi, l’ami de toujours, ne sois pas rustre :
Bien qu’invité, ménage ton retrait.
La chaise sans objet qu’on te réserve
Que dit-elle de l’amitié ? Mon pote
C’est de la sorte qu’elle se préserve
Si tu tiens à savoir à qui la faute.
20 Octobre 2026












