Nach Zustellung meines Steuerbescheids sowie eines Strafzettels, der mich allerdings nicht betraf, da ich das Fahrzeug verliehen hatte, dieser Traum in der nachfolgenden Nacht:
Ich korrespondiere mit einem britischen Dichterkollegen namens Kenneth Henschel, der ein Buch über den karibischen Synkretismus geschrieben hat. Sein Anwalt schickt mir daraufhin einen Briefwechsel Henschels mit dem britischen Finanzamt, das ihn der Steuerhinterziehung beschuldigt. In der Mitteilung, die Henschel erhielt, findet sich das Verb to refriede, das mir unbekannt ist und ich mir zuerst mit „unzufrieden sein“ übersetze, bis ich es im Webster als Amtsbritisch für „Widerspruch einlegen“ finde. Der Brief enthält einen hübschen Umschlag (bezeichnet als „Geschenk des Finanzamts“), in dem ein mit einem Gummiband zusammengehaltenes Glasperlenkettchen steckt. Wer sich mit dem karibischen Synkretismus beschäftige, so die Behörde, der bringe nach allgemeiner Erfahrung auch solche zwar geschmackvollen, jedoch beim Erwerb spottbilligen Kettchen mit, um sie in Großbritannien mit viel Gewinn zu verkaufen. Es wird Herrn Henschel also vorgeworfen, den Verkauf derartiger Kettchen verheimlicht zu haben. Ich erwache voller Mitleid mit dem Kollegen, der sich mit diesem Irrsinn auseinanderzusetzen hat, und es offenbar auch noch für ratsam hielt, einen Anwalt einzuschalten.
Taxmen intuit people’s needs
Before they know their poetry
Of blanking mind and twisted beads
Brought home from that Caribbean sea.
If poems had no hidden core
Or secret soul, like everyone
Taxmen could read them looking for
The foul trade Henschels carry on.
Whether from craft or glassiness
A semblance from beyond the sea
Only the taxman might assess.
I am corresponding with a British fellow-poet by the name of Kenneth Henschel, who has written a book on Caribbean syncretism. His solicitor then sends me an exchange between Henschel and HM Revenue & Customs, accusing the poet of tax evasion. In the notice Henschel received, I come across the verb to refriede, unknown to me, which I initially translate as “to be discontented”, until I find it in Webster’s as official British usage for “to lodge an objection”. The letter contains a pretty envelope (marked “A Gift from the Revenue”), inside which sits a glass-bead necklace held together by a rubber band. Anyone engaged in the study of Caribbean syncretism, the authority claims, is, by common experience, also in the habit of bringing home such necklaces, tasteful though dirt-cheap to come by, in order to sell them in Britain at considerable profit. Mr Henschel is therefore accused of having concealed the sale of such necklaces. I wake full of pity for my fellow-poet, who has to deal with this madness and apparently thought it advisable to retain a solicitor.]
August 24, 2026










