Derjenige, der Geburtstage zu feiern pflegt, ist an Mondjahren älter und wäre an Lichtjahren, wenn die aus Zeit bestünden, noch keine Sekunde auf der Welt. Ein uneingeteiltes Leben wäre ein richtigeres, aber nur schwer lebbares. Selbst ein Robinson schnitt Kerben ins Holz.
Ich bin momentan erkältet. Normal, es ist Winter. Nicht normal allerdings, dass wir den sechzehnten Dezember schreiben. Doch damit hat es angefangen: weil sich die Winter wiederholen, ist man auf die Zählerei gekommen. In der wirklichen Welt kehrt aber nichts zurück, da ist alles einmalig. Ich denke dabei auch an einen mittlerweile uralten Dichter, der es einmal mehr von „seiner Frau“ (und deren Schönheit) hat. Dabei ist es schon die soundsovielte. Nun, das ist der kleine Preis dafür, dass diese Dame trotz aller Zeitmessung ewig jung geblieben ist, ja vielleicht sogar jünger wurde.
Zellen teilen sich, ganz natürlich
Doch die Zeit wird unnatürlich eingeteilt.
Jeder hat so sein System, mit den Gestirnen
Hat es nur vordergründig zu tun
Und, wie auch immer, den Gestirnen sind wir egal.
Solange der Himmel noch bevölkert war
Mit Wesen, die sich für uns interessierten
Wurde julianisch gezählt, ohne korrektes Schalten, aber
Jetzt ist Gregorianik mit präziser Gleichgültigkeit am Werk.
So einfach denkt man sich das.
Als wir dummerweise gefragt haben, ob der
Nächste runde Geburtstag noch erlebt werden würde
Wackelte die Ärztin mit ihrem Kopf, wackelte
Mit dem Kopf und verzog zweifelnd die Mundwinkel.
Ärzte sind ans Rechnen gewöhnt.
Celui qui a l’habitude de fêter son anniversaire, est plus âgé en années lunaires, et en années-lumière, si elles étaient faites de temps, serait à peine une seconde sur terre. Une vie non-divisée serait plus juste, mais difficilement vivable. Même un Robinson a fait des marques dans un tronc.
Actuellement, je suis enrhumé. C’est normal, on est en hiver. Ce qui n’est pas normal c’est que nous sommes un seize décembre. Mais c’est ainsi que tout a démarré : parce que les hivers se répètent, on s’est mis à compter. Pourtant, dans la réalité rien ne se répète, tout n’arrive qu’une seule fois. Cela me fait penser à un poète entre-temps nonagénaire qui, une fois de plus, s’étend sur « sa femme » (et sa beauté). Or, c’est déjà la énième. Eh bien, c’est le petit prix à payer pour que cette dame, malgré toutes les mesures du temps, soit restée éternellement jeune et ait peut-être même rajeuni.
16 Décembre 2018